Comic Propaganda auf dem Ponyhof

Der Webcomic „Das Leben ist kein Ponyhof“ von Sarah Burrini illustriert fast jeden Montag eine kleine Geschichte aus ihrem Alltag. Oft schildert sie dabei humoristische Gegebenheiten die sich innerhalb ihrer Wohngemeinschaft abspielen. Diese wird neben dem virtuellen Ich der Autorin auch von fiktiven Gestalten bewohnt, die es nur in ihrer Phantasie gibt. Darunter befindet sich auch ein Elefanten Namens Ngumbe. Am letzen Montag (22.Dez.) wurde im Comicstrip auf die „Pegida“ angespielt. Ein genauer Blick auf den Comic enthüllt ein merkwürdiges Weltbild der Zeichnerin.

Dort stellt sie Ngumbe die Frage: Was dieser sich zu Weihnachten wünsche. Welcher daraufhin erwidert, vor dem Hintergrund einer „Pegida“-Zeichnung (darauf  wird gleich eingegangen werden): „Ich wünsche mir, dass Angst und Frustration nicht in Hass auf andere Kulturen umschlägt. Dass Toleranz und Nächstenliebe keine theoretischen Konzepte bleiben, die man nur dann heranzieht, wenn es einem passt. Und dass geistige Brandstiftung nicht zur physischen führt…“

Dies wären die Worte des Elefanten, also die Gedanken der Zeichnerin. Im Hintergrund, zu diesen Worten, ist die angesprochene Zeichnung einer „Pegida“-Demonstration zusehen, die ein Transparent mit der Aufschrift: „Ausländer raus war gestern“ trägt. Im Hintergrund weht dann zusätzlich noch eine Fahne mit den Farben „schwarz-weiß-rot“. Die Fahne sollte sicherlich die Farben „schwarz-rot-gold“ haben, weil Reichsflaggen waren auf der Demonstration bisher nicht auszumachen, aber wie es scheint will die Webzeichnerin die „Pegida“ in die Rechteecke schieben. Frei dem Motto, was die Zeitungen können kann ich auch. Anders wie auf dem Transparent angedeutet hat die „Pegida“ keinesfalls was gegen jeden Ausländer, etwas Information hätte hier gut getan, anstatt zu meinen hier würde eine dumpfe Parole abgewandelt. Alles und jeden aus wirtschaftlichen und/oder kulturellen Gründen aufzunehmen zulasten der einheimischen Bevölkerung, die langsam aus ihrem Tiefschlaf erwacht, kann nie die Aufgabe eines Landes sein.

Aber zurück zu den Aussagen. Hass auf andere Kulturen wird vor allem von der Politik gegenüber Deutschen ausgeübt. Dabei wird diese Politik flankiert von System treuen Regimentern der unterschiedlichsten Couleur. Zudem sollte nicht der Hass vergessen werden den Deutsche von Ausländern am eigenen Leib erfahren haben, eine großartige Errungenschaft der Multikulturellengesellschaft.

Toleranz ist nur ein theoretisches Konzept, welches dann und wann von den Herrschenden gegen missliebige Personen oder Gruppen ins Feld geführt wird um diese wieder auf Linie zu bringen. Denn schließlich hat Toleranz Grenzen und gerade die Antifa will ja nicht mal mit der „Pegida“ reden. Auch wenn gerade in unserer Zeit der wahre Mut im zeigen von Intoleranz liegt, um sich nicht am Zinnober der Regierung zu beteiligen. Zudem wird es ein Heidenspaß werden, wenn die Politik nun versuchen wird Fakten gegen die Bewegung zu formulieren, wie es Innenminister Thomas de Maizière (CDU) vorschwebt. Im Taumel werden er und seine Gesinnungsgenossen sich krampfhaft winden um nicht über ihre eigenen Lügenkonstrukte zu stolpern.

Die geistige Brandstiftung kommt sicherlich nicht von der Bewegung, sondern einzig und allein von der Presse, mit der zu Recht nicht geredet wird, und den Gegendemonstranten. In einem Youtube-Video von der „MorgenthauFraktion“ fordert diese die Stadt Dresden einzuäschern, so wie 1945. Damals wurden beim Bombenabwurf, in ihren Augen, nur „Nazis“ getötet, von den Gefangenen Widerstandskämpfer die im Flammenmeer umkamen wissen solche begrenzten Gestalten nichts. Zudem würden die Bomben auch die Gegendemo wegfegen, von dieser Warte aus… Solche Leuten kann man zutrauen nicht nur Menschen, die sie als Dreck bezeichnen, zusammenzuschlagen, sondern auch umzubringen.

Dem Urteil des scheinbaren Netzstalkers „Chliffhanger“ – er ist unter nahezu allen Einträgen zu finden –, der neue Comic habe es geschafft „ein ernstes Thema pointiert“ darzustellen, kann nur widersprochen werden. Frau Burrini macht super Comicstrips die oft fürs schmunzeln sorgen, aber solche politischen Eskapaden wie diesen Strip, sollte sich dann zukünftig lieber gespart oder mit mehr Differenziertheit versehen werden.

Zur politischen Bedeutung von Comics siehe auch: „South Park und die Cartoon-Kriege

Advertisements

Ein Gedanke zu “Comic Propaganda auf dem Ponyhof

  1. Dann bequemen wir uns mal noch ein paar Antworten zu einem älteren Beitrag nach zu schieben. Wir haben mal wieder Zeit dafür. Burrini und ihre Entourage hatten den Beitrag zu Propaganda auf dem Ponyhof entdeckt und sich streckenweise darüber in ihren Zirkel amüsiert, das steht jedem frei. Schnell wurde man jedoch in eine Schublade gesteckt und als „Pegidianer“ bezeichnet. Damit kann sich jedoch nicht identifiziert werden, eher beobachtet man mit gebührendem Abstand als MENSCH – wenn auch eine ziemlich überschätzte Konzeption – eine Entwicklung in Deutschland die teilweise nicht einfach blindlings durch die Welt geht. Momentan sich aber gerade selbst zerlegt. Aber einige dieser Subjekte die sich äußern, verdienen eine nähere Betrachtung.

    Ziehen wir mal das „Kommunistische Manifest“ heran um jene Menschen zu beschreiben, vielleicht ist dies ja genehm. Es könnte sich um „diese passive Verfaulung der untersten Schichten der alten Gesellschaft“ handeln und „seiner ganzen Lebenslage nach wird es bereitwilliger sein, sich zu reaktionären Umtrieben erkaufen zu lassen.“ Vielleicht nicht immer in Form eines ökonomischen Kapitals, aber durchaus eines kulturellen und sozialen.

    Die Zeichnerin gesteht sich zumindest ein, einen Fehler bei der Zeichnung der Fahne gemacht zu haben. Mal abgesehen davon, dass es jedem frei steht die Zeichnung frei zu interpretieren. Doch nun zu ein paar Geistesblitzen der Entourage: Irgendwas ist entlarvend, an den Bemerkungen in dem Artikel, die Frage ist was, dass die Gewalt der anderen Seite auch mal betont wird, für die Gewalt von „Nazis“ sind doch Pressevertreter oder irgendwelche Antideutschen-Zirkel da.

    Weiterhin meint eine: „Da ist so viel kaputt bei dem, ich weiß gar nicht wo man anfängt.“ Das ist so ein billiger Kommentar, der wahrscheinlich auf der Straße nach dem Aufwachen gefunden wurde. Hätte man sich mal lieber in der Mottenkiste ein paar vernünftige niveauvolle Sprüche zusammen geklöppelt oder gar versucht vom Flaschensammeln welche zu kaufen. Aber so fließt das Geld sicherlich wieder in irgendwelchen billigen Suff der für solche geistreichen Kommentare verantwortlich ist oder er kam vom morgendlichen „Bild“ lesen, zumindest kann man es beides vermuten. Es könnte mal von seinem hohen herrenmenschlichen Ross oder Elefanten(?) heruntergekommen werden, was aber sicherlich nicht so einfach ist, weil ja was kaputt gehen könnte.

    Aber es geht noch besser: „Wenn man sich im Leben nur auf jene Dinge konzentriert, an denen niemand etwas auszusetzten hat, wird man nicht viel zu tun haben“ Viele Leute machen sich keine Gedanken über die Zusammenhänge von Krieg, Kapitalismus, Flucht und Vertreibung, daraus entstehender Rassismus und der Verlust einer Identität usw. Das soll heißen, die meisten Menschen sind froh darüber wie in „Metropolis“ zu leben oder stellenweise einfach nur vor sich hinzuvegetieren. Sicherlich, manche Menschen müssen mehr ums überleben kämpfen als andere, aber auf was der Fokus gelegt wird entscheidet jeder doch noch selbst, andere hatten ja auch Zeit sich den Beitrag anzusehen und daran was auszusetzen. Zudem haben manche auch viele Zeit dafür jede sinnlose Sekunde ihres Lebens bei „Twitter“ und „Facebook“ niederzuschreiben. Beispiel: „Gerade minutenlang Eichhörnchen im Innenhof beobachtet. Anscheinend spielen sie Kriegen.“ Vorsicht ist geboten, weil eines Tages könnte noch erkannt werden, dass die Eichhörnchen ziemlich kluge Tierchen sind. Die einzeln mehr Grips besitzen, als dass was sich manchmal in den sozialen Netzwerken tummelt.

    Und wenn man dem vorletzten Kommentar historisch folgen würde, wird es ziemlich lächerlich. Wenn also Millionen Menschen an der Vernichtung der europäischen Juden nichts auszusetzen hatten, bekanntermaßen hielt sich der Widerstand dagegen in Grenzen, werden diese Leute sicherlich was anders zu tun gehabt haben, vielleicht damit Krieg zu führen und Menschen aus ihrer exklusiven Volksgemeinschaft auszuschließen. Man könnte sich ja auch fragen, wie viele sich für die Menschen in Afrika interessieren wenn sie keine Nachbarn sind und ob man immer das neuste und teuerste Gerät braucht, wenn man weiß, dass die alten Geräte nach Afrika gehen und da für Krankheiten sorgen. (siehe hier http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/06/Afrika-Elektroschrott-Computer)

    Heute könnte man aber denken, dass jene Gemeinschaft fortbesteht. So werden andere als „Pfosten“, „Verwirrte“ und „Abschaum“ bezeichnet und sie selber sind dann selbstverständlich moralisch makellos, kurzum die „Guten“. Hatten wir schon in der deutschen Geschichte und endete nach zwölf Jahren. Wer keine ernsthafte Kritik formulieren kann und lieber in kindliche Beleidigungen verfällt, sollte froh sein wenn man bis drei zählen kann oder wie ein blödes Schaf „Je suis Charlie“ nach blöken kann. Warum sollte man Schulter an Schulter mit jenen stehen, die für solche eine verfehlte Politik wie in Paris mitverantwortlich sind und im nächsten Augenblick auch nicht davor zurückschrecken würden die gleichen Waffen gegen andere zurichten. So lautet das Motto für jene Kommentatoren, die manche Sachen nicht mal lesen, so kann Umdenken ja auch nicht funktionieren: Stur immer weiter. Es kann also weiter gelacht werden, wenn es nicht gleichzeitig so traurig wäre.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s