Spaßbremsen und ein paar Worte zu Einwanderung

In Frankreich kam es am 7.Januar zu einem Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“, dabei kamen (nach bisherigen Stand) zwölf Menschen ums Leben. Die Angreifer seien mit Kalaschnikows und Raketenwerfen in das Gebäude eingedrungen und hätten das Feuer eröffnet. Dabei haben die Täter „Allahu Akbar“ („Allah ist groß“) und „Wir haben den Propheten gerächt!“ gerufen. Anschließend flohen sie und befinden sich noch immer auf der Flucht. Die französische Regierung rief die höchste Terrorstufe für den Großraum Paris aus.

Die Redaktion stand schon länger im Fokus von Anschlägen. So wurde ein Brandanschlag im Jahre 2011 auf die Redaktion verübt, nachdem diese Mohammed Bilder auf der Titelseite veröffentlichte. Aber von diesem Anschlag und Drohungen ließ sich die Zeitung nicht einschüchtern und veröffentlichte in der jüngsten Vergangenheit diverse Mohammed-Karikaturen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit für einen zusätzlich Zorn bei den angepissten Fusselbärten gesorgt haben dürfte. Wie in einem Horoskop, welches von unerwarteten Überraschungen am Mittwoch reden würde, wurde in der heutigen Ausgabe (7.Jan.) ein Bild veröffentlicht, auf welchem stand: „Immer noch keine Attentate in Frankreich. Wartet ab! Man hat bis Ende Januar Zeit, sich etwas zu wünschen.“ Bis Ende Januar musste nun nicht mehr gewartet werden. In derselben Ausgabe wurde auch dass neue Buch „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq besprochen. Darin wird ein Zukunftsszenario geschildert, in dem Frankreich von einer „Islamischen Bruderschaft“ regiert wird, welche durch eine halluzinierte Gefahr von rechts ins Amt gehoben wurde, also mal gar nicht so unwahrscheinlich, und dann das Land allmählich umstrukturiert zu einem neuem Kalifat.

B6vujhMCUAAHZZmDie „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ („Pegida“) reagierte umgehend auf die Anschläge und verurteilten diese. Eventuell kann nächsten Montag wieder ein neuer Rekord aufgestellt werden, letztens waren es 18.000 Teilnehmer (5.Jan.). Die Gegendemonstranten, die zumindest in Dresden teilweise eingesehen haben wie widerwärtig ihr Unterfangen ist, werden in ihrer Gesamtheit allerdings immer noch nicht zu Besinnung kommen, weil selbst wenn man manchen mehrmals einen Zaunpfahl über den Kopf ziehen würde, würde diese immer noch sagen der Islam ist eine Teil von Deutschland und alle Flüchtlinge müssten hier auf Grund einer ominösen Menschlichkeit aufgenommen werden. Blödheit ist nämlich wahrlich unbegrenzt und das einzige beständige auf der Welt.

Gregor Gysi (Die Linke) erklärte nach dem Anschlag, dieser solle nicht missbraucht werden, ähnliches äußerte auch Thomas de Maizière (CDU) sowie werden schon jetzt irgendwelche Hippen Kiddies ihre „Refugee Welcome“ T-Shirts (hier ein projiziertes Bild auf der Semperoper in Dresden) raus kramen und einem erzählen wie schwer es doch Flüchtlinge hätten und man unbedingt helfen sollte, wenn Menschen vor dem „Islamischen Staat“ (IS) fliehen oder neuer „Müll“ in Lampedusa und anderswo angespült wird. Dabei wird wie immer unerwähnt bleiben, dass es „Linke“ waren die den Sturz vom syrischen Präsidenten Assad forderten, weil dieser angeblich sein Volk unterdrücke, und dabei mal mehr mal weniger die IS-Terroristen als Aufständische hinter einer grünen Burka verschleierten. Und während einige einen Zusammenhang von DDR-Flüchtlingen und Einwanderungsland Deutschland bilden wollen, die so wirken als wolle man einem Hai erklären er solle keine anderen Fische mehr fressen, weil diese doch auch Lebewesen seien, scheinen andere die Vergangenheit erst gar nicht zu berücksichtigen.

Es waren „Linke“ die DDR-Flüchtlinge ablehnten, weil sie schon immer mehr für exotische Fremde übrig hatten, um so ihre Völkerschau in heimischen Gefilden zu bestaunen, anstatt weit zu reisen. Wirtschaftsflüchtlinge wurden die Bürger aus der Ost-Zone geschimpft und man wohle diese nicht, heute, wo die „linke“ Mischpokke regierte, nimmt man wieder gerne alles Fremde auf und hetzt gerne gegen die eigene Bevölkerung, so vieles hat sich dann doch nicht geändert. Aber der Vergleich zwischen Ost, West, Afrika, Naher Osten oder historischen Beispielen hingt stets so gewaltig, dass diese keinesfalls eine Tertium Comparationis bilden. Menschen aus dem sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat waren genauso wie die dekadenten kapitalisierten Tröpfe aus der BRD, Deutsche. Dies würde auch für die Vertriebenen aus dem ehemaligen Ostgebieten gelten. In beiden Fällen wäre es so, dass die Menschen sich in derselben Sprache verständigten und trotz unterschiedlicher Ideologien, über strake traditionelle und kulturelle Gemeinsamkeiten verfügten sowie auf deutschen Boden beheimatet waren.

Bei historischen Beispielen wie den Hugenotten und den Ruhrpolen sieht die Situation zwar etwas anders aus, lässt sich aber mit heute kaum vergleichen. Als die Hugenotten 1685 aus Frankreich fliehen mussten nahm dass Deutsche Reich 44.000 auf. Es sollte jedoch mehrere Gründe bedacht werden. Durch den Dreißigjährigen Krieg waren weite Teile des damaligen Reiches regelrecht entvölkert und die Hugenotten glichen dieses wieder aus, wobei es nur in Berlin zu stärkeren Veränderungen kam. Desweiteren verfügten diese über einen hohen Bildungsstand und waren durch ihre Kultur, Frankreich war eine kulturelles Zentrum, und durch ihre Ethnie, stark mit der damaligen Bevölkerung verbunden. Hinzu kommt noch eine Verteilung über dass gesamte Reich, wobei die damalige Fläche des Reiches um ein erhebliches größer war als das der heutigen Bundesrepublik. Der Vorgang kann bis 1700 als beendet angesehen werden.

Ähnliche Informationen lassen sich auch zu den Ruhrpolen abgeben, welche sich nach 1870 im neu gegründeten Deutschen Reich niederließen. Mal abgesehen davon das in einem Zeitraum von 170 Jahren keine nennenswerte Einwanderung statt fand, sind dies keine Einwanderer im klassischen Sinne, sondern vielmehr Menschen die ihren Standort wechselten. Die Polen waren eine Bevölkerungsminderheit, zu vergleichen mit den Sorben, welche in Oberschlesien, Ost- und Westpreußen lebten und ins Ruhrgebiet übersiedelten. Sie lebten bereits in Gebieten mit Deutschen zusammen, wo die Amtssprache deutsch war und waren somit mit der Kultur mehr als vertraut. Eine Kulturelle Verbindung zu heutigen Migranten, sprich Flüchtlingen herstellen zu wollen, würde einmal mehr wirken wie die nächste Seite in der Geschichtsklitterung der bundesrepublikanischen Ordnung. Zwar machten diese Polen von drei Millionen Einwohnern des Ruhrgebiets im Jahr 1914 rund 16,5% aus, jedoch wanderten nach der Gründung des neuen polnischen Staates im Jahre 1918, dieser war seit 1795 nicht mehr existent, ungefähr wieder 350.000 tausend Polen dorthin aus. Wenn man die Zahl der 500.000 tausend Polen der gesamt Bevölkerung des Reiches gegenüber stellt, wird zudem ersichtlich, dass diese nicht einmal einen Prozent ausmachte, indessen heute offiziell von 20,5 % Menschen mit Migrationshintergrund ausgegangen wird, was einem Bevölkerungsanteil von 16,5 Millionen entspricht.

Als Marginalie können auch die Handvoll Muslime angesehen werden, die damals von in Brandenburg-Preußen aufgenommen wurden. Die aber zumindest, anders wie heute, erst beweisen mussten dass sie gute Preußen sind.

Der Fall in Frankreich zeigt einmal mehr wie wichtig die „Verteidigung des Eigenen“ ist. Das moralische Gesäusel von Flüchtlingshilfe und Mitleid perlen mittlerweile einfach nur noch ab. Denn es grenzt nämlich schon an besondere Perfidität damalige Migration mit der heutigen zu vergleichen und zu fordern Flüchtlinge aufzunehmen, obwohl man Deutsche hier nie haben wollte und immer noch nicht haben will, solange sie den bunten Zauber nicht gut heißen. Eine heutige Integration, die immer noch aussteht und auch weiter ausstehen wird, weil auch keine großen Ambitionen unternommen werden, dient einzig und alleine der Zerstörung einer deutschen Kultur. Wenigstens das klappt aber ganz Reibungslos, mal sehen wenn in Deutschland mal ein Anschlag nicht verhindert werden kann oder die „Unterwerfung“ doch noch eintritt.

Wenn es aber heißen würde weiter Krieg gegen Syrien oder später eventuell gegen den Iran, statt gegen die Aufständischen zu führen, kann sich dem nicht angeschlossen werden. Der Islam und manche Menschen mögen hier nicht in jeder Beziehung willkommen sein, sollen sich aber in ihren Hemisphären frei entfalten dürfen. Bedauerlicherweise wird jedoch eher ein Angriff gegen solche Staaten stattfinden, was wiederrum Flucht auslösen und hier zu weiteren Anspannungen führen wird.

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