Götz Kubitschek, Identität als entscheidende politische Frage

„Nach innen gerichtet ist die Frage nach der Bindungskraft des Liberalismus amerikanischer Prägung zu stellen. Die Identität der Deutschen, der Italiener usf. kann sich auf keinen Fall mit der Rolle begnügen, den „kleinen Amerikaner“ zu spielen oder seine Karikatur abzugeben. Es komme vielmehr auf entschiedene Gegnerschaft zu folgenden Fehlentwicklungen an: Globalisierung im Sinne einer Herauslösung des Einzelnen aus seinen Bindungen; Abwertung des Menschen zu einem konsum- und kommunikationsfähigen Rohstoff; Übernahme der amerikanischen Anmaßung, die ganze Welt müsse westlich werden.

Nach außen gerichtet ist Front zu machen gegen die Überfremdung: Sie fordert in ihrer Wucht einen identitären Widerstand, zu dem die geschwächten europäischen Nationen derzeit nicht in der Lage sind. Sie folgt außerdem ideologisch genau jener losgelösten Individualisierung, die oben skizziert ist. Den aus allen Bindungen gelösten Einwanderer zu seiner Entfaltung zu bringen, ist das Projekt einer blinden Linken, die damit seltsamerweise dem von ihr doch so vehement abgelehnten Amerikanismus auf den Leim kriecht.“ Dies sind Überlegungen die Kubitschek auf einem Kongress in Italien äußerte, zu welchem er und seine Frau eingeladen wurden.

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