Rudi Dutschke zum nationalen Klassenkampf (III)

“Wenn ich diesen Satz von B. Baumann weiterdenke, kommt natürlich die Spaltung eines Landes, unseres Landes, hinzu. Diese Spaltung gerade weil die Linke in dieser Frage keine geschichtliche Kontinuität aufrechterhalten hat, führt notwendigerweise in die Zerstörung der dialektischen Spannung von sozialer und nationaler Frage. Nicht nur objektiv, sondern auch subjektiv. Unter solchen Bedingungen fängt der linke Deutsche an, sich mit allem möglichen zu identifizieren, aber einen Grundzug des kommunistischen Manifestes zu ignorieren: Der Klassenkampf ist international, in seiner Form aber national. Die Bourgeoisie im Westen und die Monopolbürokratie im Osten versuchen den Arbeitern, Werktätigen, Studenten immer wieder einzureden, wo »Sozialismus« und wo »Freiheit« ist. Diese Vernebelung zu durchbrechen, zur konkreten Wahrheit vorzustoßen, ist die erste Voraussetzung, um Identität und Geschichte zurückzugewinnen.“ (“Allgemeines Deutsches Sonntagsblatt” vom 5. Juni 1977)

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