Kenia zeigt wie es geht

Als in Kenia vor einigen Tagen ein Terroranschlag auf eine Universität verübt wurde, bei dem Rund 150 Menschen ums Leben kamen, veränderte sich in Kenia einiges. Nun erklärte der stellvertretende Präsident William Ruto: „Wir werden unser Land beschützen, egal, was es kosten wird.“ Wie dies allerdings erreicht werden soll, dürfte jedoch manchen Gutmenschen bitter aufstoßen.

Das weltgrößte Flüchtlingslager, mit mehr als 650.000 Bewohnern, befindet sich nämlich in Kenia und dieses soll nun geräumt werden. Schon seit längerem hat die kenianische Regierung die Kontrolle über das Lager, an der Grenze zum Nachbarland Somalia, verloren. Es ist auch vielmehr als eine somalische Enklave zu verstehen, in der somalische Clans und die radikalen Islamisten von al Shabaab, welche verantwortlich waren für den Anschlag, das Sagen haben. Schon seit längerem nutzen Letztere auch die medizinischen Angebote in dem Lager.

Doch nun ist die Geduld der Regierung Kenias mit dem Lager am Ende, vorher wehrten sich noch internationale Organisationen gegen die Schließung, aber durch die Anschläge hat sich die Situation zunehmend verschärft. Zumal die bisherigen Untersuchung ergeben haben, dass die Attentäter über jenes Lager ins Land kamen.

Nun habe das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen die Aufforderung bekommen, das Lager innerhalb von drei Monate aufzulösen und nach Somalia zu verlegen. Sollte dies in dem angegebenen Zeitraum nicht geschehen, werde die kenianische Armee dies übernehmen und die Flüchtlinge zurück in hier Heimatland bringen, so Ruto. Zusätzlich wurde bereits mit dem Bau eines 700 Kilometer langen Grenzzauns begonnen. Kenia zeigt einem also Möglichkeiten, wie man wieder eigener Herr im Haus werden kann.

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