Zweiter Teil des Blaue Narzisse Interviews mit Duchesne

In den Jahren 1967 bis 1971 schwenkte die kanadische Regierung von der Politik eines „weißen Kanadas“ auf den Multikulturalismus als Staatsideologie um. Wie sehr haben Multikulturalismus und Masseneinwanderung Kanada verändert?

Ricardo Duchesne: Die Idee, dass Kanada keine andere Identität habe, außer eine multikulturelle Nation zu sein, wurde seit der Erklärung des Premierministers Pierre Trudeau von 1971 in unsere Köpfe eingepflanzt. Er äußerte damals: „Kultureller Pluralismus ist das elementare Wesen der kanadischen Identität. Jede ethnische Gruppe hat das Recht, ihre eigene Kultur und ihre eigenen Werte im Rahmen der kanadischen Gesellschaft zu erhalten und zu entwickeln (…) Keine bestimmte Kultur ist ‚amtlicher’ als eine andere.“ Den Kanadiern wird immer wieder erzählt, dass jede kulturelle Identität weltweit gleichermaßen kanadisch ist und werden kann. Briten und Franzosen sind demnach nicht wichtiger für die Entstehung der kanadischen Nation und Identität als erst vor ein paar Jahren eingewanderte Chinesen, Muslime, Ugander oder Hondurianer.

1971 machten Franzosen und Briten 74 Prozent der Einwohner aus und 96 Prozent der Bevölkerung waren Europäer. Alle Institutionen, Werte, Religionen, Lehrpläne und Sprachen waren zum überwältigenden Teil Britisch und Französisch. Jetzt jedoch wird Euro-​Kanadiern in den Schulen und Universitäten gelehrt, dass Kanada durch viel mehr Rassen und Kulturen entstand – obwohl das eine himmelschreiende historische Lüge ist.

Die Zahl der Einwanderer, die jedes Jahr nach Kanada kommen, ist seit den frühen 1990ern erschütternd. Circa 225.000 bis 280.000 Einwanderer gibt es pro Jahr, zumeist aus nichteuropäischen Ländern. Prognosen der staatlichen kanadischen Statistikbehörde von 2010 weisen darauf hin, dass „Weiße innerhalb der nächsten dreißig Jahre in Toronto und Vancouver eine Minderheit werden.“ Südasiaten, einschließlich Inder, Pakistaner und Sri-​Lanker, werden voraussichtlich 28 Prozent der Bevölkerung in diesen zwei Städten ausmachen und Chinesen wiederum allein 21 Prozent. In Vancouver werden 20131 zwei von fünf Einwohnern Weiße sein. In Toronto werden nur 37 Prozent der Bevölkerung noch eine europäische Herkunft haben.

Sind sich die Euro-​Kanadier gewahr, daß sie durch die von ihnen selbst implementierte Politik zu einer Minderheit im eigenen Land werden?

Die Tatsache, dass diese Voraussagen auf ein Kanada hindeuten, in dem „Caucasians“ zunehmend durch Menschen, die „nicht-​weißer Farbe“ sind – so der Begriff der kanadischen Staatistikbehörde –, ersetzt werden, wurde von den etablierten Parteien und Medien niemals als Problem betrachtet. Stattdessen werden Euro-​Kanadier, die über ihre verringernde Anzahl klagen, als „weiße Rassisten“ denunziert, während „non-​Caucasians“, wobei zumeist asiatische Kanadier gemeint sind, als dynamisch und liberal gefeiert werden. Deren andererseits intolerante Bräuche, ihre äußerst patriarchalische Haltung und ihre Weigerung, außerhalb ihrer Rasse zu heiraten, spielen dabei jedoch keine Rolle. Auch wenn den Weißen also „bewusst“ ist, dass sie eine Minderheit werden, wird ihnen eine Debatte zu diesem Thema verboten. Es sei denn, sie wollen als „Rassist“ bezeichnet werden.

Das gesamte multikulturelle System, die Politik, die Einstellungspraktiken, die staatlichen Zuschüsse, die Verlautbarungen der Medien sowie die Bildung sind auf das Voranschreiten der „Diversity“ und den Nutzen für nicht-​europäische Einwanderer ausgerichtet. Das bedeutet, dass viele Euro-​Kanadier auch als „Fürsprecher und Dienstherren“ vom Multikulturalismus profitieren, seitdem dieses System viele ökonomische Möglichkeiten und Arbeitsplätze innerhalb einer umfangreichen Bürokratie bietet. Diese ist voll und ganz der Integration von Einwanderern und der Veränderung der gesamten kanadischen Gesellschaft gewidmet. Unsere Werte werden auf den Kopf gestellt: Euro-​Kanadische „Diversity“-Ideologen präsentieren sich als Vertreter der höchsten moralischen Prinzipien in der Menschheitsgeschichte, während sie zugleich ihre Vorfahren verraten, Fremde als „Bereicherer“ für Kanadas Kultur bezeichnen und euro-​kanadische Patrioten verurteilen.

Das islamistische Attentat auf das kanadische Parlament in Ottawa hat das sonst so beschauliche Land erschüttert. Wie reagieren Politik und Medien auf die neue Situation?

Die sogenannten „konservativen“ Medien benutzten diesen islamistischen Anschlag auf das kanadische Parlament am 22. Oktober 2014, bei dem ein kanadischer Soldat ums Leben kam, im Sinne ihrer Agenda. Sie argumentieren verstärkt, dass Kanadier über den islamistischen Terrorismus weltweit besorgt sein sollten. Deshalb sei es notwendig, am „internationalen Kampf“ gegen diesen Terrorismus teilzunehmen. Stephen Harper, unser „konservativer“ Premierminister, bestand auf einer angeblichen Verpflichtung Kanadas „mit unseren weltweiten Alliierten zusammenzuarbeiten und gegen die Terrororganisationen zu kämpfen, die brutal Menschen in anderen Ländern vorgehen, mit der Hoffnung, ihre Wildheit auch zu uns zu bringen.“

Während ich die „Islamisierung Europas“ sehr wohl als eine massive Bedrohung für die Sicherheit und letztlich das Überleben der europäischen Völker sehe, stimme ich nicht mit der These überein, wir befänden uns in einem „Kampf der Kulturen“ bezüglich des Islams. Diese Idee dient lediglich den Interessen Israels und der Agenda der Neocons, um die militärischen und ökonomischen Interessen der USA im Nahen Osten zu unterstützen. Wir sollten jedoch keine westlichen Werte in der islamischen Welt unterstützen. Wir sollten unser Erbe schützen sowie europäisches Selbstbewußtsein und Identität in unseren eigenen Heimatländern stärken. Das bedeutet, dass Einwanderung aus muslimischen und nicht-​europäischen Ländern generell drastisch beschränkt und das gesamte multikulturelle System demontiert werden sollte.

Im Augenblick ist die Islamisierung in Kanada kein wichtiges Problem. Oder lassen Sie es mich so sagen: Die Islamisierung ist Teil eines viel umfangreicheren Einwanderungsagenda in Kanada. Das hängt mit der unerbittlichen Propagierung der Masseneinwanderung durch unsere kulturelle Elite zusammen, inklusive aller etablierten Parteien und Medien. Die Zerstörung von Kanadas europäischer Identität ist das Hauptproblem. Und wir können Muslime nicht per se dafür Vorwürfe machen. Wir sollten Islamisierung überall kritisieren, wo wir sie erleben. Aber wir sollten nicht vergessen, dass die Islamisierung mit der Ideologie des Multikulturalismus zusammenhängt. Und die wird von den Kanada beherrschenden Kulturmarxisten gnadenlos umgesetzt.

Quelle, erster Teil, Blog: The Council of European Canadians

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