Umwelt & Aktiv Ausgabe 1/2015 (+ Hintergründe)

ausgabe1-2015„Wir waren fleißig und haben für Sie eine neue Ausgabe Umwelt & Aktiv zusammengestellt. Unser Schwerpunktthema lautet dieses Mal – Fracking. Für unsere Redaktion das eigentliche Unwort des Jahres 2014 und nicht das gewählte „Lügenpresse“. Rücksichtslose Rohstoffgewinnung, ohne einen Blick auf die Risiken und die Langzeitfolgen. Unsere Experten zeichnen dazu ein interessantes Bild, auch mit den nötigen Optionen für die Zukunft.

Neben all den trüben Aussichten, lassen Sie uns das Schöne im Leben nicht vernachlässigen! Musik und Kunst sind ein wichtiger Bestandteil unseres kulturellen Lebens, gar unserer Identität und unserem Selbstverständnis. Daher finden Sie in dieser Ausgabe zwei wunderbare Artikel über den Naturmaler Albrecht Dürer und einen Beitrag zum Umweltschutz im deutschen Liedgut der Nachkriegszeit. Dazu passend liefern wir ein Portrait des Feldhasen, den viele Deutsche leider nur noch aus Kindheitstagen oder Geschichten kennen. Daneben setzen wir unsere Reihe der konservativen Ökologiebewegung fort. Herr Dr. Baal zeichnet dabei ein interessantes Bild von 1945 bis heute. Wir beschäftigen uns mit Bienen und Küchenabfällen, unserem Darm und Mikroplastik, der grünen Gentechnik und Aquakulturen und noch einigem mehr.“ Zum bestellen hier.

Hintergründe: Eine nationalkonservative Naturschutzpublizistik

Auf 32 „Ausgaben kann die inzwischen 40-seitige Publikation Umwelt & Aktiv des 2007 gegründeten Vereins Midgard e.V. inzwischen verweisen. Die Redaktion arbeitet ausnahmslos ehrenamtlich an diesem Projekt, das bis dato eine Auflage von mehreren tausend Exemplaren besitzt und in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrieben wird, jedoch ebenso auf vereinzelte deutschsprachige Leser in Kanada, den Vereinigten Staaten und Südafrika verweisen kann. Der Midgard e.V., dessen Sprachrohr die vierteljährlich erscheinende Umwelt & Aktiv darstellt, ist ein sich für Naturschutz, Tierschutz und Heimatschutz engagierender unabhängiger Verein, der als Reaktion auf die zunehmende Verdrängung konservativen Gedankengutes aus der Umwelt- und Tierschutzbewegung gegründet wurde und sich der Förderung einer ökologisch ausgeglichenen Lebensweise auf Grundlage des Schutzes der kulturellen Identität verschrieben hat. Die Mitglieder des Vereins sehen sich in der Tradition der Gründungsväter der „neuen“ Umweltbewegung in Deutschland, von Herbert Gruhl bis Baldur Springmann und August Haußleiter. Zu den ersten Mitgliedern des Vereins Midgard e. V. zählte unter anderen Herr Prof. Dr. Dr. jur. Klaus Sojka. Umwelt & Aktiv versteht sich als notwendige Ergänzung zu den bereits bestehenden Umwelt- und Tierschutzmagazinen in Deutschland und besitzt das Selbstverständnis eines Mediums, die Gedanken des Natur-, Tier- und Heimatschutzes zurück in das nationalkonservative Spektrum zu tragen. Der Herausgeber Christoph Hofer betont im Gespräch, daß der Schutz der Natur für sie vor Ort, in den heimischen Wäldern, Bergen, Seen und Stränden, kurz in der Heimat beginne, wozu deshalb auch der Schutz der Kultur als gewachsener Träger des Umwelt- und Tierschutzes vor Ort gehöre.

Das Magazin beansprucht für sich einen sehr ganzheitlichen Ansatz, der die Bereiche Umwelt-, Tier- und Heimatschutz nicht trennt, sondern einer Gesamtschau mit stark kulturell konnotierter Definition von Umweltschutz unterzieht. Um Mißverständnissen vorzubeugen erläutert Herausgeber Hofer, daß selbstverständlich ein wirklich effektiver Umwelt- und Tierschutz grenzübergreifend vonnöten ist, allerdings dieser Schutz nicht „missionarisch“ in andere Kulturen zu tragen sei, da jede Nation, jedes Volk seine eigenen Wege im Umgang mit der ihnen anvertrauten Umwelt finden müsse. Auf ein womöglich spezielles Klientel als Zielgruppe der Umwelt & Aktiv angesprochen, antwortet Hofer mit einem „ganz klaren Jein“. Zum einen wolle man das Thema Naturschutz wieder zurück in nationalkonservative Hände legen, andererseits aber auch Brücken zu jenen umweltbewußten Personen bauen, die sich heute noch selbst eher dem „linken“ Spektrum zuordnen würden. Auf Partner und Kooperationen angesprochen, wird zwar eingeräumt, daß man auch bei Umwelt & Aktiv natürlich gewillt sei, möglichst viele Multiplikatoren zu gewinnen, dem jedoch zunehmend der Ungeist der sogenannten „political correctness“ im Wege steht. Der Verein überläßt es jedem einzelnen Mitwirkendem selbst, inwieweit dieser oder diese sich über die Zeitschrift Umwelt & Aktiv hinaus im vorpolitischen Raum betätigen möchte.[…]

Der Umweltpolitiker Hofer, der beruflich aus der Wirtschaft kommt und Betriebswirtschaft studierte, hat nach dem Spannungsfeld Ökonomie-Ökologie gefragt und auf das Verhältnis Konkurrenzsituation oder Synergieeffekte angesprochen, ganz klare Vorstellungen. Nicht zuletzt sieht der Umwelt & Aktiv-Herausgeber bei aller Globalisierungskritik gerade auf dem Weltmarkt im Bereich Ökologie große Chancen, sich zu diversifizieren und auch höhere Preise für diesbezügliche Produkte durchzusetzen. Auf der anderen Seite weist Hofer darauf hin, daß Umweltauflagen auch politisch aus der Perspektive einer Schutzfunktion für die heimische Wirtschaft als Markteintrittshindernis für ausländische Unternehmen, hier besonders Unternehmen aus den Schwellenländern, darzustellen wären. Sehr kritisch steht der Öko-Betriebswirt dem gegenwärtigen Markt der umweltbasierten Kapitalanlageprodukte gegenüber, hierzu äußert der Umwelt & Aktiv-Herausgeber Hofer wörtlich: „Um ehrlich zu sein sehe ich in sog. Green Investments nichts anderes als ein weiteres Mittel des gutbürgerlichen Durchschnittsinvestors, sein Gewissen zu beruhigen und trotzdem am Kapitalismus und der Globalisierung zu partizipieren. Wer wirklich „green“ Investieren will, sollte dies in regionale Projekte tun, von denen er zwar weniger Zinsen, aber dafür einen sinnvollen Outcome wie zum Beispiel gesunde Lebensmittel erhält. Öko-Edelholz aus Brasilien zählt hier sicherlich nicht dazu. Positiv zu werten ist hier zum Beispiel der Trend, in Lebensmittelkooperativen sog. „Foodcoops“ zu investieren. Hier kann der Investor mittels Crowdfunding auch seinen Beitrag leisten. Auch andere regionale Bio- und Öko-Projekte können so gefördert werden und sorgen dafür, daß auch die gesamte Wertschöpfungskette in der Region, im Land bleibt und somit aus einem „green Investment“ auch ein soziales Investment wird.“

Beim aus religiösen Gründen umstrittenen Thema Schächten ist Christoph Hofer emotionaler und weit weniger kompromißbereit als in anderen Fragen. Für ihn ist die berechtigte Empörung über barbarisches Morden von Menschen durch religiöse Fanatiker nicht vereinbar mit einer Ignoranz gegenüber dem betäubungslosen Schächten von warmblütigen Tieren, das unzweifelhaft als vorsätzliche Tierquälerei einzustufen ist. Die diesbezügliche Ausnahmegenehmigung nach § 4a Abs.2, Nr.2 TierSchG entspricht nicht dem Anspruch einer Kulturnation zu einer aufgeklärten Religionsausübung. Auf die Zukunft und weitere Entwicklung der Umwelt & Aktiv angesprochen, verspricht Hofer die Bereitstellung von Informationsflugblättern und die künftige Auflage von themenbezogenen Sonderausgaben. In Kombination mit einer erweiterten Presse- und Marketingaktivität hofft man dadurch die Attraktivität auszubauen und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Nach einem passenden persönlichen Motto gefragt, antwortet Hofer „Umweltschutz ist nicht grün, sondern lebenswichtig!““

Quelle

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