Was droht zuerst: Krieg, Finanzcrash, Diktatur?

„„Es wäre kein Drama für uns, wenn Griechenland den Euro verließe“, sagte Frankreichs Finanzminister Michel Sapin am Montag. „Aus finanzieller oder ökonomischer Sicht wäre das nicht schwerwiegend.“ (1) Mit dieser Aussage hat er entweder gezeigt, dass er keine Ahnung von der realen Lage hat, oder er hat – was wahrscheinlicher ist – den Text seiner ihm zugedachten Sprechrolle gut auswendig gelernt. Denn die Medien vermitteln bewusst ein falsches Bild der Situation und verschleiern, wie ernst die Lage tatsächlich ist. US-Finanzminister Jack Lew ist da schon ehrlicher. Ein sogenannter „Grexit“ würde eine Lawine an Leid und Elend über die Menschen bringen (2) und der Finanzkolumnist in der New York Times, Paul Krugman, vergleicht die Lage in Europa mit den Tagen vor dem Kriegsausbruch 1914: Die Europäer haben sich wieder mal verschätzt. (3)

IWF-Experte Ernst Wolff: „Um es klar und deutlich zu sagen: Ein solcher Grexit ist absolut ausgeschlossen. Die EU kann Griechenland nicht aus der Eurozone werfen, ohne dabei finanzielle, ökonomische und soziale Folgen zu riskieren, die die Eurozone zerstören würden. Griechenland wiederum kann den Staatsbankrott nicht erklären, ohne das Weltfinanzsystem mit in den Abgrund zu reißen. Grund dafür sind Kreditausfallversicherungen, die bei den größten US-Banken und bei der Deutschen Bank in Frankfurt lagern, deren Höhe aber – ganz legal – vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen wird.“ (4)

Die Aufgabe der Medien ist es gegenwärtig den Menschen ein völlig falsches Bild von der Lage zu vermitteln, ist sich auch die Beobachterin Helga Zepp-Larouche sicher: Würde Griechenland aus der Eurozone hinausgedrängt werden, „droht ein unmittelbarer Kollaps nicht nur des europäischen Bankensektors, sondern damit auch ein Crash des transatlantischen Finanzsystems. Dieser drohende Kollaps ist die Hauptdynamik hinter der wachsenden Weltkriegsgefahr, hinter der die internationale Finanzoligarchie steht.“ (5)

Kann es wirklich sein, dass dem drohenden Finanzcrash ein Krieg zuvor kommen soll, der das alles „bereinigt“? Das Kettengerassel der letzten Wochen ist nicht zu überhören. NATO-Offiziere, die vom „Krieg im Sommer“ reden (6), US-Militärs die den atomaren Erstschlag logistisch durchplanen (7), hunderte NATO-Manöver vor der russischen Haustüre (8) und Aktivierung sämtlicher Spezialeinheiten (9).

Sicherheitspädagoge Ing. Wilmont Franta aus Wien ist angesichts der aktuellen Meldungen ebenso beunruhigt: „NATO-Soldaten stehen mitten in Europa für einen Krieg mit Russland „Gewehr bei Fuß“. Es soll und wird wohl zu einem Krieg kommen, nicht zuletzt, um dem wirtschaftlichen Crash zuvor zu kommen.“

Und dieser wirtschaftliche Crash scheint unausweichlich, wie bereits die offiziellen Vertreter der Finanzpolitik eingestehen müssen. Die immensen Staatsschulden rund um den Globus können nie wieder zurück gezahlt werden – allein in den USA sind es fast 20 Billionen Dollar. Die Notenbanken drucken derweil weiterhin Unsummen an Geld. Ewald Nowotny, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, warnt angesichts der 1,4-Billionen-Euro-Geldschschwemme der EZB vor einem Fehlschlagen, welches „zu einer Situation wie in den 30er Jahren führen würde.“ (10) Und auch für Josef Moser, Präsident des Österreichischen Rechnungshof, ist klar: „Wir fahren ungebremst an die Wand.“ (11) Finanzexperte Thomas Bachheimer im n-tv Interview: „Und das endet, wenn nicht ein Crash das Szenario bereinigt, zumeist in einer Diktatur.“ (12)

Für den Sicherheitspädagogen Franta ist klar, dass es schlimm wird: „Wir haben keine Krise, wir sind in der Inkubationszeit zur Katastrophe.“ Denn die Menschen sind den Herren der Hochfinanz ziemlich gleichgültig. „In den Augen des IWF, der EU und auch der Medien sind die Opfer der Krise nichts anderes als eine anonyme Manövriermasse, deren Zukunft der Gier von Bankern und der Geltungssucht von Politikern unterzuordnen ist.“ (Ernst Wolff) Die Bürger können es sich also „aussuchen“, wovor sie diesen Sommer mehr Angst haben. Vor einem bewaffneten Konflikt, der schnell zum dritten Weltkrieg ausartet, vor einem finalen Finanzkollaps, der alle Realwerte vernichtet und – zumindest – Europa zu einem Schlachtfeld werden lässt. Oder die Installation einer EU-Diktatur, um das Spiel noch ein wenig aufrecht zu erhalten. Auch dafür ist man „gerüstet“. (13)

Die Lage ist ernst und es dürfte ein heißer Sommer werden. Die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ sehen ein Ende dieser EU in greifbarer Nähe: „Europa erlebt Zerfallserscheinungen, die an den Niedergang der Republik im Alten Rom erinnern. Die EU und die Nationalstaaten brechen Recht und Gesetz. Den Bürgern werden Brot und Spiele geboten. Rom ist an dieser Entwicklung zerbrochen. Die EU könnte, wenn sie die Demokratie weiter mit Füßen tritt, ein ähnliches Schicksal ereilen.“ (14) Und das wäre, wie oben dargelegt, noch das beste Szenario …“

Quellenverweise:

(1) http://www.n-tv.de/wirtschaft/Frankreich-hat-genug-von-Tsipras-article15254281.html

(2) http://www.valuewalk.com/2015/04/jack-lew-grexit/

(3) http://www.nytimes.com/2015/06/01/opinion/paul-krugman-that-1914-feeling.html?_r=0

(4) http://www.heise.de/tp/artikel/45/45080/1.html

(5) http://bueso.de/node/8035

(6) http://www.info-direkt.at/hoher-nato-offizieller-wir-werden-uns-wahrscheinlich-in-diesem-sommer-im-krieg-befinden/

(7) http://www.info-direkt.at/us-militaer-erwaegt-atomschlaege-gegen-russland/

(8) http://www.info-direkt.at/russland-kritisiert-nato-manoever/

(9) http://www.info-direkt.at/nato-eingreiftruppe-aktiviert/

(10) Kronen Zeitung (Bunt) vom 31.05.2015

(11) http://www.format.at/wirtschaft/oesterreich/rh-praesident-moser-fahren-wand-5676207

(12) https://www.youtube.com/watch?v=eWshdpL4vxs

(13) http://www.info-direkt.at/die-eu-wird-zum-polizeistaat/

(14) http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/02/brot-spiele-und-luegen-die-eu-taumelt-in-richtung-untergang/

Quelle, die Links im Text sind im Original nicht vorhanden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s