Nein zur Pegida-Partei

Gestern Abend hatte Lutz Bachmann in Dreden auf der Pegida-Kundgebung die Gründung einer eigenen Partei angekündigt. Der Autor Kewil meint dazu auf PI-News: „Das halte ich nun absolut für kontraproduktiv, und es wird die regierenden Roten Socken freuen! Nochmals eine Spaltung!“ Und fragt richtig: „Warum muß man sich denn immer aufsplittern? Warum kann man nicht seine Kräfte bündeln, auch wenn man nicht mit jedem Programmpunkt einverstanden ist?“ Die dortige Umfrage spricht auch ein eindeutiges Bild, 89% (Stand 20:15Uhr) sind der Meinung: „Nein, eine weitere konservative Aufspaltung ist kontraproduktiv!“

Auch die Patriotischen Plattform der AfD betrachtet die Entwicklung mit Sorge:

„Mit großer Sorge haben wir, der Vorstand der Patriotischen Plattform, zur Kenntnis genommen, daß gestern in Dresden auf der Pegida-Demonstration die Gründung einer eigenen Pegida-Partei verkündet wurde.

Wir haben uns von Beginn an für ein Bündnis von AfD und Pegida stark gemacht. Wir sind bei den ersten Demonstrationen in Dresden mitgelaufen, wir haben andere aufgerufen mitzulaufen und haben für Pegida geworben, wo wir nur konnten. Wir mußten dafür Angriffe, Anfeindungen und Nachteile hinnehmen, und wir haben trotzdem nicht aufgehört, Pegida zu unterstützen. Pegida hat das auf die Straße gebracht, was die AfD in der Politik und Sarrazin in der Publizistik verkörpert: den entschlossenen Widerstand dagegen, daß Deutschland sich abschafft. Dafür gebührt Lutz Bachmann höchster Dank.

Leider mußten wir dann beobachten, wie die AfD-Sachsen und Pegida sich mehr und mehr voneinander entfernt haben. Wenn es nötig war, haben wir Kritik geübt, wie etwa an der unsinnigen Pegida-Abspaltung von Kathrin Oertel, und haben auch unsere eigene Partei nicht verschont.

Mindestens ebenso unsinnig wie damals der Spaltungsversuch aber ist jetzt die Gründung einer eigenen Pegida-Partei, die sich als Gegnerin der AfD begreift! Das spielt nur unseren Feinden in die Händen, und die heißen weder AfD noch Pegdia.

Die AfD ist in der Pflicht, sich um ein gutes Verhältnis zu Pegida zu bemühen und sich jeder Einmischung in innere Pegida-Angelegenheiten künftig zu enthalten! Ebenso aber sollte Pegida das Potential patriotischer Politik in diesem Land nicht schwächen. Pegida bringt Woche für Woche mehrere tausend Menschen in Dresden auf die Straße – aus einem solchen Erfolg resultiert eine patriotische Verantwortung, dieses Potential sinnvoll zu gestalten, anstatt es zu spalten!

Wir richten uns an die Verantwortlichen höchstpersönlich: Lutz Bachmann und Tatjana Festerling auf der einen, Frauke Petry auf der anderen Seite, nehmen Sie Vernunft an und werden Sie sich Ihrer Verantwortung fürs Vaterland bewußt! Lassen Sie die Vergangenheit ruhen und reichen Sie sich die Hand!“

Der Vorstand der Patriotischen Plattform

Nach dem sich die AfD vom Heuchler Lucke befreit hat, sollte man keine eigene Partei gründen, trotz 10% bei der OB-Wahl in Dresden für Tatjana Festerling. Bei der Stichwahl verzichtet sie aber auf eine erneute Kandidatur und erklärte man müsse in den „sauren Apfel beißen“ und meinte man solle den „formal als unabhängiger Kandidat auftretenden FDP-Politikers Dirk Hilbert“ wählen, welcher schließlich auch gewann. Manfred Kleine-Hartlage schreib dazu jedoch richtig, dass davon ausgegangen wurde die FDP und Pegida verfolgen dasselbe Ziel: „Die zahlreichen Zerstörungsprogramme – Masseneinwanderung, Gender Mainstreaming, Supranationalisierung, Homosexualisierung, um nur diese zu nennen – hätten nicht den Hauch einer Verwirklichungschance, wenn potentieller Widerstand dagegen nicht durch die Bindung an Parteien neutralisiert würde, deren Kritik von vornherein nur rhetorischer Natur ist und so regelmäßig wie vorhersagbar bei passender Gelegenheit aufgegeben wird.“ Die Unterstützung für den FDP-Kandidaten war damals unsinnig gewesen, kann aber als ein notwendiges Übel begriffen werden. Aber die jetzige Parteigründung durch Pegida schadet nur und stellt auch keine taktische Komponente da.

Für die zukünftige Veranstaltung des „Institut für Staatspolitik“, bei denen Referenten wie Götz Kubitschek (Sezession), Björn Höcke (AfD, „Erfurter Resolution“) und Jürgen Elsässer (Compact) anwesend sein werden, wurde bereits von einem Kommentator vorgeschlagen auch Bachmann einzuladen. (Siehe auch hier und hier.)

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