„Natürlich stoppen wir so nicht die Flut, nur an unserer Grenze.“

„Ich nenne es lieber einen Wettbewerb der Kulturen. Es ist offensichtlich, dass die Christen diesen Wettbewerb verlieren werden, wenn man viele Muslime nach Europa lässt. Das hat demografische Gründe und liegt daran, dass Muslime in unbegrenzter Zahl nachströmen können. Wir haben genau studiert, was in den westlichen Gesellschaften passiert ist. Trotz bester Absicht der dortigen Führungsspitzen haben sich Parallelgesellschaften etabliert, haben sich die muslimischen Schichten nicht integrieren lassen. Man lebt nebeneinander.“

„Jedes Land hat ein Recht, so etwas zu wollen. Wir wollen das nicht. Es ist eine Frage von kulturellen Gewohnheiten. Ich rede jetzt nicht von Gott, und wie wir als Christen dazu stehen, oder Muslime. Ich rede von Kultur. Da geht es um Lebensstil, Freiheit, sexuelle Gewohnheiten, Gleichheit von Mann und Frau, unsere christliche Kultur. In der Hinsicht ist die muslimische Gemeinschaft stärker als unsere.“

„Ungarns Haltung ist die des gesunden Menschenverstands. Wenn Sie eine Grenze haben und Leute wollen illegal rein, das geht nicht. Das Seltsamste, was passiert ist in der EU in den letzten Jahren ist ja, dass wir als einziges Land die Schengen-Regeln umsetzen – und dafür in der EU, deren Regeln das doch sind, angegriffen wurden. Wir werden manchmal zu Recht kritisiert, dass wir Regeln brechen oder nicht verstehen. Aber hier war es umgekehrt. Es war sehr seltsam. Gut, dass andere beginnen, das auch so zu sehen wie wir.“

„Punkt eins: Es wäre vielleicht klug, nicht ständig Staaten zu zerstören. Auch in Syrien haben wir Europäer und Amerikaner eine de facto nicht existierende Opposition im „arabischen Frühling“ unterstützt, obwohl klar war, dass von dort keine Führung für das Land kommen kann, sondern es zerfallen wird. Aber jetzt geht es natürlich erst mal um Krisenmanagement. Wir sollten uns dennoch eine gedankliche Notiz machen für später: keine Staaten mehr zerstören.“

„Ja, wir sind schuld, weil wir in Europa einen Eindruck schufen, dass sie kommen können. Alle: die Medien, die Thinktanks, die Politik. Die liberale Denkweise in Europa. Es gibt, wenn man tiefer darüber nachdenkt, ein grundsätzliches Führungsproblem in Europa. Auch in der Euro-Krise war das zu beobachten.“

Auszüge aus einem Interview mit Viktor Orbán, welches die „Welt“ führte.

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