Asylkrise: Wie Bilder manipulieren sollen

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Selbst John McCain war sich nicht zu schade: Das Bild des toten syrischen Jungen, dessen Leichnam im türkischen Bodrum an den Strand gespült wurde, wurde weltweit für politische Agenden aller Art missbraucht. Besonders schamlos zeigten sich deutsche Medien, die das Bild massenhaft verbreiteten, um für die von der Regierung gewünschte Asylschwemme zu werben.

Statt Fakten rund um den Tod des kleinen Jungen, dessen Mutter und Geschwister ebenfalls im Mittelmeer ertranken, gab es nur moralinsaure Kommentare über die angeblich unmenschliche Politik der europäischen Nationen zu lesen. Dementsprechend wurde auch unisono verschwiegen, dass der Vater des kleinen Jungen von Mitpassagieren auf dem Boot verdächtigt wurde, selbst zu den Schleppern zu gehören. Er soll sich immer wieder mit ihnen ausgetauscht und beraten haben, berichten die Asylbewerber.

Neue Zähne und ein besseres Leben

Nun hat sich seine Schwester zu Wort gemeldet und die Motive für die „Flucht“ benannt: Der Mann wollte eine 14.000 Euro teure Zahnbehandlung und ein finanziell besseres Leben haben und hat daher das Leben seiner Familie gefährdet – mit tödlichem Ausgang. Vorstellungen wie diese sind oftmals die wahren „Fluchtursachen“, die Politiker immer ankündigen bekämpfen zu wollen. Und in der Tat: Ist Europa durch die systematische Ausnutzung seines Sozialsystems erst ähnlich arm wie die Herkunftsstaaten, wird wohl kaum noch ein „Flüchtling“ eine Investition von mehreren tausend Euro für eine illegale Einreise für wirtschaftlich erachten.

Eine Kamerafrau als Anti-Terror-Einheit

Szenenwechsel: Die ganze Welt zeigte sich bestürzt über das ohnehin als faschistisch verschriene Ungarn, als Bilder auftauchten, die eine blonde Kamerafrau beim Beinstellen zeigte. Ein Asylbewerber, der vorher eine Polizeisperre mit Gewalt durchbrochen hatte, flog darauf samt Kind auf den Armen auf den Acker. Gezeigt wurden meist nur Ausschnitte vom vermeintlichen Übergriff der Ungarin, die lediglich ihren Polizei-Landsleuten helfen wollte.

Eine Woche später vermeldeten deutsche Medien – unter anderem als „Bild des Tages“ – der Asylbewerber sei nun sicher in Spanien angelangt und von Real Madrid einschließlich Christiano Ronaldo begrüßt worden. Nicht gemeldet wurde hingegen, was wenige Tage später unter anderem von kurdischen Nachrichtenagenturen verbreitet wurde: Der Asylbewerber Osama Abdul Mohsen kämpfte vor seiner „Flucht“ für die islamistische Al Nusra Front in Syrien. Auf seiner Facebook-Seite berichtete er von seinen Kampfeinsätzen, seine Timeline schmückte die schwarze Fahne mit weißer Schrift, die weltweit für erbarmungslosen Terrorismus steht.

ProSieben ruft plötzlich Bundestagsabgeordnete zur Ordnung

Als in Ungarn endlich der Grenzzaun zumindest ein wenig europäische Wehrhaftigkeit symbolisierte, zeigten deutsche Medien lieber Bilder von weinenden Kindern und Frauen, die vermutlich unter all den jungen Männern ebenso schwer zu finden waren, wie eine Stecknadel im Heuhaufen. Einige Sekunden gab es dann doch Bilder zu sehen von den Ausschreitungen, die sich an der Grenze ereigneten.

Die jungen Männer wollten nämlich nicht akzeptieren, dass ihr Einmarsch ein so abruptes Ende finden könnte und warfen mit Brandsätzen und Pflastersteinen stundenlang auf die ungarischen Polizeieinheiten, die nichts weiter taten, als mit Pfefferspray und Wasserwerfer Recht, Ordnung und vor allem ihre Grenzen zu schützen. Erika Steinbach teilte per Twitter eines der Bilder der unfassbaren Ausschreitungen und wurde prompt unaufgefordert von ProSieben angeschrieben: Ihr Posting sei „Hetze“, teilte der Privatsender mit.

Angesichts der Dauerbeschallung über alle Medien ist es heute kaum noch vom Normalbürger zu verlangen, seinen gesunden Menschenverstand in diesem Sammelsurium aus Lügen zu bewahren. Umso wichtiger ist es daher, dass alternative Medien Zusammenhänge erklären und Licht ins Dunkel bringen, wenn Geschichten wieder einmal nur halb erzählt werden.

Von Robin Classen

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