Umwelt & Aktiv Ausgabe 2/2015

ausgabe2-2015„Essen und Trinken hält Leib und Seele bekanntlich erst zusammen. Deshalb widmen wir diesem Themenkomplex einen Großteil dieser Ausgabe.  Nicht, weil es nichts Wichtigeres gibt, sondern weil man nicht zu Unrecht von der Eß- und Trinkkultur eines Volkes spricht. Im Fall von uns Europäern ist das allerdings sehr differenziert zu betrachten, wie uns der Ethnologe Prof. Dr. Marin Trenk in einem Exklusivgespräch sehr anschaulich und unterhaltsam verdeutlicht.

Die Globalisierung formt nicht nur den Einheitsmenschen, sondern mit ihm irgendwann nachgelagert auch das Einheitsessen. Und Monsanto liefert das passende Saatgut und die dazugehörigen Herbizide (Unkrautbekämpfungsmittel) für die globalisierte und industrialisierte Landwirtschaft. Wir Verbraucher hören dabei immer, daß dies nur zu unserem Besten sein soll und davon keinerlei Gefahr für Leib und Seele ausgeht. Zu einem anderen Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Diese kommt „zu dem Resultat, daß das Totalherbizid wahrscheinlich krebserregend ist.“ Mehr dazu erfahren Sie in dem Beitrag von Dr. Kast.

Wir alle müssen umdenken, wenn wir unseren nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft erhalten wollen. Das Gemeinwohl muß wieder stärker in den Fokus rücken. Das Streben nach grenzenlosem Wachstum muß als gescheitert angesehen werden. Ein „organisches Weltbild“ muß her, ist Philip Stein überzeugt und erläutert anschaulich seine Gedanken im ersten Teil „vom Verlust der Ökologie zur geistigen Renaissance.“

Die Windkraft sollte dabei in unserer Zukunft nach Meinung von Prof. Dr. Michael Elicker keine Rolle spielen, da diese von ihm als „das gewaltigste Naturzerstörungswerk seit 200 Jahren“ gegeißelt wird. Neben der Energiefrage und der Frage nach der erträglichen Größe der Weltbevölkerung, stellt sich vor allem die Frage nach der zukünftigen Form unserer Ernährung. Werden/sollten wir alle Vegetarier, Veganer oder gar Frutarier werden? Nein, meint Udo Pollmer und liefert mit seinem Buch „Don’t go veggie!“ gleich 75 Gründe für seine Meinung mit. Unser geschätzter Autor Robert Blum hingegen läßt uns teilhaben an seiner ganz persönlichen Geschichte, wie und vor allem warum er zum Vegetarier wurde.

Jedenfalls müssen sich Veganer nicht verantwortlich fühlen, daß immer mehr männliche Kälber als „Abfallprodukt“ der Milchwirtschaft auf dem Müll landen. Wie perfide eine Gesellschaft ist, läßt sich auch an ihrem Wertekontext feststellen. Wenn das Leben von Tieren nichts mehr wert ist, die Supermärkte überquellen mit billigem Industriefleisch, aber die Kritik an der staatlich geförderten Landflucht ganzer Staatsbevölkerungen aus Afrika und dem Nahen Osten als unredlich medial angeprangert wird, dann ist es um die Zukunft einer solchen Gesellschaft nicht gut bestellt.“ (Siehe auch hier und hier bestellen.)

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